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Die Abteikirche

Der älteste Teil unserer Abteikirche geht auf das 11. Jh. zurück; im 15. Jh. wurde die Kirche teilweise restauriert, dann erneut umgebaut und schließlich im 19. Jh. baulich erweitert.

Das enge, aber zugleich lange Schiff der Abteikirche besteht aus zwei aufeinander folgenden Teilen: Dem Langschiff für die Gläubigen, welches der ehemaligen Kirche entspricht und auf das 11. und 15. Jh. zurückgeht, und dem Chorraum der Mönche, welcher 1865 unter Dom Guéranger gebaut wurde.

Die Installation der Orgel brachte die Verdeckung eines Kirchenfensters mit sich, was zur Verdunkelung einiger Kirchenjoche führte. Positiv betrachtet führte diese Maßnahme jedoch zu einem schönen, morgendlichen Lichtspiel, bis schließlich der gesamte Chorraum erhellt ist.

Ursprünglich besaß die Kirche zwei Seitenschiffe, die im hundertjährigen Krieg zerstört wurden. Die Öffnungen sind anschließend vermauert worden. Erst unter Dom Guéranger wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jh. diese Teile wieder geöffnet, um dort Seitenkapellen zu errichten. Hinter der sich links befindenden Seitenkapellen liegt der Kreuzgang der Klausur, die Wand ist daher ohne Fenster.

Die Seitenkapellen im rechten Seitenschiff sind mit Kirchenfenstern verziert, welche alle auf die 1930er Jahre zurückgehen. Die Herz-Jesu-Kapelle – die größte unter den Seitenkapellen – ist mit drei Kirchenfenstern geschmückt, die nach Originalzeichnungen von Maurice Denis hergestellt wurden. Die Kirchenfenster der vier anderen Kapellen sind Werke von Pauline Peugniez, einer Schülerin von Maurice Denis.

Im rechten hinteren Mittelschiff befindet sich eine Statue des hl. Petrus, dem Schutzpatrons des Klosters. Diese Figur trägt Pontifikalgewänder, auf dem Haupt die Tiara und hält gemäß der traditionellen Ikonografie zwei große Schlüssel in der Hand. Diese, Ende des 15. Jh. angefertigte Statue, wurde 1870 anlässlich der Definition des Dogmas der Unfehlbarkeit des Papstes von Dom Guéranger eingeweiht. Auf dem Sockel steht in griechischer, lateinischer und französischer Sprache die Inschrift, die ebenfalls auf der Statue im Petersdom in Rom zu finden ist: „Bedenke das Wort Gottes, das in Gold auf Stein gehauen. Darauf gegründet bleibe ich standhaft“.